Recyclinghof Wismar: Grünschnitt endet an der Gemeindegrenze
Recyclinghof Wismar, Landkreis Nordwestmecklenburg: Die Abfallwirtschaft liegt beim Landkreis, für die Hansestadt Wismar gibt es ein eigenes Abfallwirtschaftskonzept vom Mai 2017. Bei der Grünschnittannahme gilt eine ungewöhnlich enge Regel: Meist dürfen nur Einwohner der jeweiligen Gemeinde anliefern — nicht einmal Nachbarn aus demselben Landkreis. Drei Annahmestellen sind davon ausgenommen.
- Zugang Grünabfall
- meist dürfen nur Einwohner der jeweiligen Gemeinde oder Stadt dort Grünabfälle anliefern, Ausnahmen bilden die Annahmestellen in Gadebusch, Rehna und Warin, bei denen auch auswärtige Bürger anliefern dürfen
- Trägerschaft
- mehrere Städte und Gemeinden führen eine Grünschnittsammlung durch, die durch den Landkreis finanziell unterstützt wird, zusätzlich gibt es gewerbliche Annahmestellen für Grünabfälle
- Teilkonzept
- am 4. Mai 2017 wurde das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises Nordwestmecklenburg für den Teilbereich der Hansestadt Wismar beschlossen
- Öffnungszeiten
- angegebene Öffnungszeiten können abweichen, der Landkreis rät ausdrücklich, sich vorher beim zuständigen Amt beziehungsweise der Gemeinde zu informieren
Hier entscheidet nicht der Kreis über die Berechtigung, sondern die Gemeinde.
Das Wichtigste in Kürze
- Grünschnitt meist nur für die eigene Gemeinde.
- Gadebusch, Rehna und Warin sind offen für alle.
- Der Kreis unterstützt die Sammlungen finanziell.
- Eigenes Abfallkonzept für die Hansestadt.
- Zeiten vorher beim Amt erfragen.
Recyclinghof Wismar: Zuständigkeit und Zugang
| Was gesichert ist |
|---|
| Träger der Abfallwirtschaft ist der Landkreis Nordwestmecklenburg |
| Eigenes Abfallwirtschaftskonzept für den Teilbereich der Hansestadt Wismar, beschlossen am 4. Mai 2017 |
| Bei Grünabfällen dürfen meist nur Einwohner der jeweiligen Gemeinde oder Stadt anliefern |
| Ausnahmen: Gadebusch, Rehna und Warin nehmen auch auswärtige Bürger an |
| Mehrere Städte und Gemeinden führen eigene Grünschnittsammlungen durch, finanziell unterstützt durch den Landkreis |
| Zusätzlich gibt es gewerbliche Annahmestellen für Grünabfälle |
Der Landkreis warnt selbst vor seinen eigenen Zeitangaben: Sie könnten abweichen, man solle vorher beim zuständigen Amt oder der Gemeinde nachfragen. Deshalb nennen wir hier keine — warum, steht in der Methodik.
Die engste Zugangsregel unserer Erhebung
Fast überall gilt: Wer im Kreis wohnt, darf zum Kreishof. In Nordwestmecklenburg ist die Grenze bei Grünabfällen enger gezogen.
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| Gemeinde | Nordwestmecklenburg, Grünabfälle |
| Stadt | Remscheid, Bad Homburg |
| Landkreis | Steinburg, Rendsburg-Eckernförde |
| Kreis plus Randbereichs-Ausnahme | AWR öffnet Nachbarkreise für Randbewohner |
Der Grund liegt in der Trägerschaft: Die Grünschnittsammlungen werden von den Gemeinden selbst durchgeführt, der Kreis unterstützt sie nur finanziell. Wer die Sammlung bezahlt, bestimmt auch, wer sie nutzen darf.
Drei Annahmestellen brechen die Regel: Gadebusch, Rehna und Warin lassen auch Auswärtige zu. Das entlastet Gemeinden ohne eigene Annahmestelle.
Für Anlieferer heißt das: Vor der Fahrt klären, ob die eigene Gemeinde eine Stelle hat — und ob man dort überhaupt anliefern darf. Mehr unter Gartenabfälle entsorgen und Wertstoffhof Ausweis.

Ein eigenes Konzept für die Hansestadt
Der Landkreis hat am 4. Mai 2017 ein gesondertes Abfallwirtschaftskonzept für den Teilbereich der Hansestadt Wismar beschlossen.
Solche Teilkonzepte entstehen, wenn eine Stadt andere Voraussetzungen hat als das Umland: dichtere Bebauung, mehr Mehrfamilienhäuser, kürzere Wege, andere Abfallmengen je Einwohner.
| Modell | Beispiel |
|---|---|
| Teilkonzept für die Stadt im Kreis | Wismar in Nordwestmecklenburg |
| Getrennte Träger für Stadt und Kreis | Landshut |
| Gemeinsamer Zweckverband | Celle |
| Kreis entscheidet, Stadt kassiert | Husum |
Für Bürger ist vor allem die Frage relevant, wer zuständig ist. In Wismar läuft die Anlieferung über den städtischen Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb, die Grundsatzregeln setzt aber der Kreis.
Wenn der Kreis vor seinen eigenen Zeiten warnt
Selten liest man eine so ehrliche Einschränkung. Der Landkreis schreibt zu seinen veröffentlichten Öffnungszeiten: Sie können abweichen — bitte vorher beim zuständigen Amt beziehungsweise der Gemeinde informieren.
Der Grund ist die Struktur: Die Annahmestellen gehören den Gemeinden, nicht dem Kreis. Wenn eine Gemeinde ihre Zeiten ändert, erfährt der Kreis es nicht automatisch.
| Wer warnt wovor |
|---|
| Nordwestmecklenburg: eigene Zeitangaben können abweichen |
| Hamm: bei unterjährigen Änderungen gilt der Aushang am Hof |
| Bottrop: tagesaktuelle Änderungen über Lokalpresse |
| Landshut: Schließung bei Personalversammlung möglich |
Diese Ehrlichkeit ist mehr wert als eine Tabelle, die nicht stimmt. Sie sagt dem Leser genau, was er tun soll — anrufen.
Wir folgen demselben Grundsatz und nennen bei jeder Angabe das Abrufdatum. Wo wir nichts belegen können, schreiben wir nichts.
Warum hier keine Öffnungszeiten stehen
Für Wismar kursieren mehrere Zeitangaben, die sich widersprechen. Eine Bestätigung aus der Betreiberquelle haben wir nicht gefunden — und der Kreis selbst rät zur Nachfrage.
Eine falsche Öffnungszeit kostet eine vergebliche Fahrt. Genau das soll diese Seite verhindern.
Verlässlich sind ein Anruf beim Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb der Hansestadt oder beim zuständigen Amt.
Dasselbe Vorgehen haben wir bei Landau, Husum und Vorpommern-Rügen gewählt. Zum Vergleich: Samtens und Wittenburg.
Container statt Recyclinghof
Bei Renovierungen und Räumungen. Wenn schon der Grünschnitt an der Gemeindegrenze endet, lohnt bei größeren Mengen der Blick auf den Container.
Steht ein Container auf öffentlichem Grund, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde. Einen Gebührensatz konnten wir nicht aus einer amtlichen Quelle belegen. Die Bandbreite zeigt der Vergleich der Sondernutzungsgebühren, den Ablauf findest du unter Container mieten.
Häufige Fragen
Darf ich in der Nachbargemeinde anliefern?
Bei Grünabfällen meist nicht — außer in Gadebusch, Rehna und Warin.
Wer ist zuständig?
Der Landkreis als Träger, für Wismar gilt zusätzlich ein eigenes Teilkonzept.
Warum stehen hier keine Öffnungszeiten?
Weil sie sich widersprechen und der Kreis selbst zur Nachfrage rät.
Wer führt die Grünschnittsammlung durch?
Die Städte und Gemeinden selbst, finanziell unterstützt vom Landkreis.
Gibt es Alternativen?
Ja, zusätzlich bestehen gewerbliche Annahmestellen für Grünabfälle.
Quellen und Abrufdatum
Die Angaben stammen vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Nordwestmecklenburg, abgerufen am 31.08.2026. Angaben aus Drittportalen verwenden wir grundsätzlich nicht — deshalb fehlen hier die Öffnungszeiten.
| Kommune | Regelung | Quelle |
|---|---|---|
| Nordwestmecklenburg | Grünabfall nur für Einwohner der Gemeinde, Ausnahmen Gadebusch, Rehna, Warin | Landkreis, Abfallwirtschaftsbetrieb |
| Nordwestmecklenburg | Abfallwirtschaftskonzept Hansestadt Wismar vom 4.5.2017 | Landkreis, Abfallwirtschaftskonzept |
Zeiten können abweichen — der Kreis rät ausdrücklich zur Nachfrage beim Amt. Wie wir arbeiten, steht in der Methodik.
Quellen
- Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Nordwestmecklenburg — abgerufen am 31.08.2026