Sperrmüll München: Abholung kostet, der Hof ist gratis
Sperrmüll München: Die Abholung durch den AWM ist vollständig kostenpflichtig — 50 Euro Anfahrtspauschale plus 20 Euro je angefangenem Kubikmeter. Dafür darf man am Wertstoffhof täglich zwei Kubikmeter kostenlos abgeben. Wer ein Fahrzeug hat, zahlt in München nichts.
- Sperrmüllabholung, Anfahrtspauschale
- 50,00 €
- Sperrmüllabholung, Mengengebühr
- 20,00 € je angefangenem m³
- Wertstoffhof, Privathaushalte
- 2 m³ je Tag kostenlos, Wohnsitznachweis
- Wertstoffhof plus, größere Mengen
- 177,06 € je 1.000 kg, unter 200 kg pauschal 26,00 €
- Bauschutt an Wertstoffhöfen plus
- kostenlos bis einschließlich 14.09.2026, danach Änderung angekündigt
München dreht das übliche Modell um: Was anderswo kostenlos abgeholt wird, kostet hier ab dem ersten Kubikmeter. Dafür gibt es keine Jahresgrenze am Hof, sondern eine Tagesgrenze.
Das Wichtigste in Kürze
- Abholung: 50,00 € Anfahrt plus 20,00 € je angefangenem Kubikmeter.
- Wertstoffhof: 2 m³ je Tag kostenlos, mit Wohnsitznachweis.
- Keine Jahresbegrenzung — die Grenze gilt pro Tag, nicht pro Haushalt und Jahr.
- Größere Mengen am Wertstoffhof plus: 177,06 € je 1.000 kg, unter 200 kg pauschal 26,00 €.
- Termin wird etwa drei Tage vorher telefonisch zwischen 13 und 15 Uhr mitgeteilt.
Die Rechnung: abholen oder fahren
| Menge | Abholung durch AWM | Wertstoffhof |
|---|---|---|
| 2 m³ | 50 € + 40 € = 90,00 € | an einem Tag, kostenlos |
| 4 m³ | 50 € + 80 € = 130,00 € | an zwei Tagen, kostenlos |
| 6 m³ | 50 € + 120 € = 170,00 € | an drei Tagen, kostenlos |
Wer ein Fahrzeug und etwas Zeit hat, zahlt in München nichts — die zwei Kubikmeter gelten je Tag, nicht je Jahr. Damit ist München bei den Kleinmengen eine der günstigsten Städte überhaupt und bei der Abholung eine der teuersten.
Der Vergleich mit den anderen Großstädten macht das deutlich:
| Stadt | Abholung kostenlos bis |
|---|---|
| Frankfurt | 10 m³ je Termin |
| Köln | 3 m³ |
| Düsseldorf | 2 m³, dann 80 € je m³ |
| München | gar nicht, ab 50 € Anfahrt |
Die vollständige Übersicht steht unter Was kostet Sperrmüll.

Was der Wertstoffhof leistet
Zwei Kubikmeter entsprechen etwa einer Kombi-Ladung. Nötig ist ein Nachweis des Wohnsitzes in München — Personalausweis, Gebührenbescheid oder Meldebescheinigung.
Für größere Mengen gibt es die Wertstoffhöfe plus in Freimann und Langwied, dort wird nach Gewicht abgerechnet: 177,06 Euro je 1.000 Kilogramm, bei Mengen unter 200 Kilogramm eine Pauschale von 26,00 Euro.
Wichtig für Bauschutt: Der AWM hat eine Änderung zum 15. September 2026 angekündigt — bis einschließlich 14. September kann Bauschutt kostenlos an den Wertstoffhöfen plus angeliefert werden. Was danach gilt, sollte vor der Fahrt beim AWM geprüft werden. Was allgemein als Bauschutt zählt, steht unter Bauschutt entsorgen.
Kostenfalle
Die Anfahrtspauschale lohnt sich nur bei großen Mengen. 50 Euro fallen unabhängig davon an, ob ein Sessel oder zehn Kubikmeter abgeholt werden.
| Ein Sessel, 0,5 m³ | 50 € + 20 € = 70,00 € |
| Derselbe Sessel zum Hof | kostenlos |
| Ab welcher Menge sinnvoll | wenn kein Fahrzeug verfügbar ist |
| Angefangene Kubikmeter | werden voll berechnet |
Die Abholung ist in München eine Bequemlichkeitsleistung, keine Grundversorgung. Sie lohnt bei fehlender Transportmöglichkeit, körperlichen Einschränkungen oder wenn die Zeit fehlt — nicht als Standardweg.
Was nicht mitgenommen wird
Sperrmüll sind ausgediente Haushaltsgegenstände, die nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in eine 120-Liter-Restmülltonne passen.
Nicht mitgenommen werden Bauschutt, Waschbecken, Fensterglas, Autoreifen, Problemmüll und Restmüll. Dazu eine Formulierung, die man selten so klar findet: Gegenstände, die von zwei Personen nicht getragen werden können, sind ausgeschlossen — unabhängig davon, ob sie sonst als Sperrmüll gälten.
Für Elektrogeräte gelten eigene Wege, siehe Elektroschrott entsorgen. Problemabfälle wie Lösemittel, Lacke und Kleber nimmt das Giftmobil oder die Annahmestelle am Wertstoffhof — mehr unter Farbeimer entsorgen.
Wann in München der Container nötig wird
Bei Renovierungen, weil Bauabfall ausgeschlossen ist — und dort ändern sich ab Mitte September zusätzlich die Bedingungen. Bei Hausrat ist der Container die Alternative zur Abholung, sobald die AWM-Gebühren die Containermiete erreichen: Bei sechs Kubikmetern sind das bereits 170 Euro.
Steht der Container auf öffentlichem Grund, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis. Wie stark diese Gebühr zwischen Kommunen schwankt, zeigt der Vergleich der Sondernutzungsgebühren — im benachbarten Eching sind es 1 bis 6 Euro je Quadratmeter und Monat. Der Ablauf steht unter Container mieten, wie wir erheben in der Methodik.
Häufige Fragen zu Sperrmüll München
Ist die Sperrmüllabholung in München kostenlos?
Nein. Es fallen 50,00 Euro Anfahrtspauschale und 20,00 Euro je angefangenem Kubikmeter an. Kostenlos ist nur die Abgabe am Wertstoffhof.
Wie viel darf ich am Wertstoffhof abgeben?
Zwei Kubikmeter je Tag, etwa eine Kombi-Ladung. Die Grenze gilt pro Tag, nicht pro Jahr — mehrere Fahrten an verschiedenen Tagen sind möglich.
Was kostet die Anlieferung größerer Mengen?
An den Wertstoffhöfen plus nach Gewicht: 177,06 Euro je 1.000 Kilogramm, unter 200 Kilogramm pauschal 26,00 Euro.
Wann erfahre ich den Abholtermin?
Etwa drei Tage vor der Abholung, telefonisch zwischen 13 und 15 Uhr. Anwesend sein muss man nicht; die Bestätigung kann auch eine beauftragte Person übernehmen.
Ändert sich etwas bei Bauschutt?
Ja. Der AWM hat eine Änderung zum 15. September 2026 angekündigt. Bis einschließlich 14. September ist die Anlieferung an den Wertstoffhöfen plus kostenlos möglich.
Quellen
- AWM München, Sperrmüllabholung für Privathaushalte — abgerufen am 27.08.2026
- AWM München, Wertstoffhöfe — abgerufen am 27.08.2026
- AWM München, Abfalllexikon: Sperrmüll — abgerufen am 27.08.2026