Recyclinghof Ilsenburger: warum drei Kubikmeter die Grenze sind
Recyclinghof Ilsenburger, Ilsenburger Straße 18–20: Einer der BSR-Recyclinghöfe. Elektroschrott und Sperrmüll sind in haushaltsüblichen Mengen bis drei Kubikmeter kostenfrei. Dieser Standort hat keine Schadstoffsammelstelle.
- Freimenge
- haushaltstypische Mengen bis 3 m³ kostenfrei
- Begründung
- begrenzte Fläche für Sammelcontainer, Aufnahmekapazität würde sonst erschöpft, damit möglichst viele Kunden abgeben können
- Größere Mengen
- Mechanische Behandlungsanlage Gradestraße 81, 180 € je Tonne, mindestens 72 € bis 400 kg
- Schadstoffe
- dieser Recyclinghof verfügt über keine Schadstoffsammelstelle
- Stoßzeiten
- mittags, samstags und nach Feiertagen besonders voll, Randzeiten oder Werktage empfohlen
- Elektrofachhandel
- kann Elektrogeräte privater Kundschaft in haushaltsüblichen Mengen entgeltfrei anliefern, ausgenommen Fotovoltaik-Module und Nachtspeicherheizgeräte
- Öffnungszeiten
- Mo–Mi und Fr 7:00–17:00, Do 9:30–19:30, Sa 7:00–15:30 Uhr, an Heiligabend, Silvester und Feiertagen geschlossen
Die Mengengrenze hat einen Grund, den die BSR offen nennt.
Das Wichtigste in Kürze
- Ilsenburger Straße 18–20, Berlin.
- Mo bis Mi und Fr 7 bis 17 Uhr.
- Donnerstags 9:30 bis 19:30 Uhr.
- Samstags 7 bis 15:30 Uhr.
- Bis 3 m³ kostenfrei, keine Schadstoffe.
Recyclinghof Ilsenburger: Öffnungszeiten
| Tag | Ilsenburger Straße 18–20 |
|---|---|
| Montag bis Mittwoch, Freitag | 7:00 – 17:00 Uhr |
| Donnerstag | 9:30 – 19:30 Uhr |
| Samstag | 7:00 – 15:30 Uhr |
| Heiligabend, Silvester, Feiertage | geschlossen |
Der Donnerstag ist der Abendtag der BSR — dafür beginnt er erst um 9:30 Uhr. Warum wir Angaben nur aus der Betreiberquelle nehmen, steht in der Methodik.
Die Fläche setzt die Grenze
Die BSR begründet ihre Mengenbeschränkung so klar wie kaum jemand sonst:
Den Recyclinghöfen stehe nur eine begrenzte Fläche für Sammelcontainer zur Verfügung. Einzelne Anlieferungen großer Mengen würden die Aufnahmekapazität schnell erschöpfen. Um möglichst vielen Kunden die Abgabe zu ermöglichen, gebe es Mengenbeschränkungen, die sich an haushaltstypischen Mengen bis zu drei Kubikmetern orientieren.
| Kostenfrei | bis 3 m³ je Anlieferung |
| Größere Mengen | Gradestraße 81, 180 € je Tonne, mindestens 72 € bis 400 kg |
| Alternative | Sperrmüllabholung von zu Hause |
Das Argument ist Fairness, nicht Kostendeckung. Wer einen ganzen Container füllt, nimmt den Platz von zwanzig anderen. Andere Kommunen begrenzen ebenfalls, erklären es aber selten — Paderborn verbietet Teilentladungen, Ulm verweist auf blockierte Stellplätze. Berlin nennt den Grund am deutlichsten.

Nicht jeder Hof nimmt Schadstoffe
Dieser Standort verfügt über keine Schadstoffsammelstelle — ebenso wenig wie die Fischerstraße. Farben, Lacke und Lösemittel müssen an einen anderen Hof.
| Mit Schadstoffannahme | Ohne |
|---|---|
| Nordring | Ilsenburger Straße |
| Behmstraße | Fischerstraße |
| Asgardstraße |
Diese Aufteilung kennen wir auch aus Aachen, wo nur einer von zwei Höfen Schadstoffe nimmt. Vor der Fahrt lohnt der Blick auf den konkreten Standort — sonst steht man vor dem richtigen Hof mit der falschen Ladung. Mehr unter Schadstoffmobil.
Der Elektrofachhandel darf mit
Eine Regelung, die man kennen sollte: Der Berliner Elektrofachhandel kann Elektrogeräte seiner privaten Kundschaft in haushaltsüblichen Mengen entgeltfrei auf den Recyclinghöfen anliefern.
| Erlaubt | Ausgenommen |
|---|---|
| Elektrogeräte privater Kundschaft | Fotovoltaik-Module |
| in haushaltsüblichen Mengen | Nachtspeicherheizgeräte |
| sonstige gewerbliche Abfälle wie Verpackungen, Sperrmüll oder Bauschutt |
Das ist die praktische Umsetzung der Handelsrücknahmepflicht, auf die auch Dortmund hinweist. Die beiden Ausnahmen tauchen im Projekt immer wieder auf: Nachtspeicheröfen wegen des Asbestverdachts — Hof nennt dafür vier Bedingungen — und Solarmodule wegen des eigenen Verwertungswegs.
Was angenommen wird
Auf der Liste stehen Aktenentsorgung, Altreifen, Autobatterien, Batterien, Baum- und Strauchschnitt, Bauschutt, CDs, Elektroschrott samt Kühlschränken, Energiesparlampen, Glas, Holz, Metalle, Müllsäcke, Naturkork, Papier, Restabfall, Sperrmüll, Teppich, Textilien und Verpackungen. Dazu kommt Kompostverkauf.
Aktenentsorgung taucht damit zum zweiten Mal auf — Hof nimmt sogar Festplatten und USB-Sticks. Der Kompostverkauf reiht sich in die Hin-und-zurück-Modelle ein, die Schwerin am konsequentesten umsetzt.
Zum Vergleich: Recyclinghof Fischerstraße sowie Gradestraße und Asgardstraße.
Container statt Recyclinghof
Bei Renovierungen und Räumungen. Über drei Kubikmeter führt der Weg zur Gradestraße — dort kostet die Tonne 180 Euro bei 72 Euro Mindestgebühr.
Steht ein Container auf öffentlichem Grund, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis des Bezirks. Einen Gebührensatz konnten wir nicht aus einer amtlichen Quelle belegen. Die Bandbreite zeigt der Vergleich der Sondernutzungsgebühren, den Ablauf findest du unter Container mieten.
Häufige Fragen
Wie viel darf ich kostenfrei bringen?
Haushaltsübliche Mengen bis drei Kubikmeter.
Warum gibt es diese Grenze?
Weil die Fläche für Sammelcontainer begrenzt ist und möglichst viele Kunden abgeben können sollen.
Nimmt dieser Hof Schadstoffe?
Nein, er verfügt über keine Schadstoffsammelstelle.
Wann ist es besonders voll?
Mittags, samstags und nach Feiertagen.
Wann ist abends geöffnet?
Donnerstags bis 19:30 Uhr.
Quellen
- BSR Berliner Stadtreinigungsbetriebe — abgerufen am 31.08.2026