Recyclinghof Fischerstraße: ein Appell des Personals
Recyclinghof Fischerstraße, Fischerstraße 14–17: Einer der BSR-Recyclinghöfe. Elektroschrott und Sperrmüll sind in haushaltsüblichen Mengen bis drei Kubikmeter kostenfrei. Dieser Standort hat keine Schadstoffsammelstelle.
- Freimenge
- haushaltstypische Mengen bis 3 m³ kostenfrei
- Begründung
- begrenzte Fläche für Sammelcontainer, Aufnahmekapazität würde sonst erschöpft, damit möglichst viele Kunden abgeben können
- Größere Mengen
- Mechanische Behandlungsanlage Gradestraße 81, 180 € je Tonne, mindestens 72 € bis 400 kg
- Schadstoffe
- dieser Recyclinghof verfügt über keine Schadstoffsammelstelle
- Stoßzeiten
- mittags, samstags und nach Feiertagen besonders voll, Randzeiten oder Werktage empfohlen
- Elektrofachhandel
- kann Elektrogeräte privater Kundschaft in haushaltsüblichen Mengen entgeltfrei anliefern, ausgenommen Fotovoltaik-Module und Nachtspeicherheizgeräte
- Öffnungszeiten
- Mo–Mi und Fr 7:00–17:00, Do 9:30–19:30, Sa 7:00–15:30 Uhr, an Heiligabend, Silvester und Feiertagen geschlossen
Donnerstags geht es hier bis halb acht am Abend.
Das Wichtigste in Kürze
- Fischerstraße 14–17, Berlin.
- Mo bis Mi und Fr 7 bis 17 Uhr.
- Donnerstags 9:30 bis 19:30 Uhr.
- Samstags 7 bis 15:30 Uhr.
- Bis 3 m³ kostenfrei, keine Schadstoffe.
Recyclinghof Fischerstraße: Öffnungszeiten
| Tag | Fischerstraße 14–17 |
|---|---|
| Montag bis Mittwoch, Freitag | 7:00 – 17:00 Uhr |
| Donnerstag | 9:30 – 19:30 Uhr |
| Samstag | 7:00 – 15:30 Uhr |
| Heiligabend, Silvester, Feiertage | geschlossen |
Der Donnerstag ist der Abendtag der BSR — dafür beginnt er erst um 9:30 Uhr. Warum wir Angaben nur aus der Betreiberquelle nehmen, steht in der Methodik.
Ein Appell, den sonst niemand ausspricht
Auf der Seite der BSR steht ein Absatz, den wir in keiner anderen Kommune gefunden haben — unterschrieben mit „Euer Recyclinghof-Team“:
Auch wenn es manchmal nicht so schnell oder wie gewünscht laufe, sei ein freundlicher und respektvoller Umgang miteinander wichtig für alle. Man sei gerne für die Kundschaft da.
Dass ein Betrieb so etwas schreiben muss, sagt etwas über den Alltag am Hof. Wartezeiten, volle Container und Diskussionen über Gebühren treffen auf Menschen, die ihren Samstag opfern. Der Appell ist die menschlichste Formulierung unserer gesamten Erhebung — und ein guter Hinweis darauf, dass Vorsortieren und Randzeiten nicht nur der eigenen Zeit dienen.

Wann es voll wird
Die BSR nennt ihre Stoßzeiten konkret — und eine davon hatten wir noch nicht.
| Besonders voll | Empfehlung |
|---|---|
| mittags | Randzeiten nutzen oder unter der Woche kommen |
| samstags | |
| nach Feiertagen |
„Nach Feiertagen“ ist der neue Hinweis. Nach einem langen Wochenende hat sich zu Hause etwas angesammelt, und alle fahren gleichzeitig. Ingolstadt nennt die erste und letzte Stunde als Stoßzeit, Aschaffenburg rät gleich ganz zu Alternativen.
Wer flexibel ist, fährt an einem Werktagvormittag — donnerstags geht es hier sogar bis 19:30 Uhr.
Der Elektrofachhandel darf mit
Eine Regelung, die man kennen sollte: Der Berliner Elektrofachhandel kann Elektrogeräte seiner privaten Kundschaft in haushaltsüblichen Mengen entgeltfrei auf den Recyclinghöfen anliefern.
| Erlaubt | Ausgenommen |
|---|---|
| Elektrogeräte privater Kundschaft | Fotovoltaik-Module |
| in haushaltsüblichen Mengen | Nachtspeicherheizgeräte |
| sonstige gewerbliche Abfälle wie Verpackungen, Sperrmüll oder Bauschutt |
Das ist die praktische Umsetzung der Handelsrücknahmepflicht, auf die auch Dortmund hinweist. Die beiden Ausnahmen tauchen im Projekt immer wieder auf: Nachtspeicheröfen wegen des Asbestverdachts — Hof nennt dafür vier Bedingungen — und Solarmodule wegen des eigenen Verwertungswegs.
Was angenommen wird
Auf der Liste stehen Aktenentsorgung, Altreifen, Autobatterien, Batterien, Baum- und Strauchschnitt, Bauschutt, CDs, Elektroschrott samt Kühlschränken, Energiesparlampen, Glas, Holz, Metalle, Müllsäcke, Naturkork, Papier, Restabfall, Sperrmüll, Teppich, Textilien und Verpackungen. Dazu kommt Kompostverkauf.
Aktenentsorgung taucht damit zum zweiten Mal auf — Hof nimmt sogar Festplatten und USB-Sticks. Der Kompostverkauf reiht sich in die Hin-und-zurück-Modelle ein, die Schwerin am konsequentesten umsetzt.
Zum Vergleich: Recyclinghof Ilsenburger sowie Gradestraße und Asgardstraße.
Container statt Recyclinghof
Bei Renovierungen und Räumungen. Über drei Kubikmeter führt der Weg zur Gradestraße — dort kostet die Tonne 180 Euro bei 72 Euro Mindestgebühr.
Steht ein Container auf öffentlichem Grund, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis des Bezirks. Einen Gebührensatz konnten wir nicht aus einer amtlichen Quelle belegen. Die Bandbreite zeigt der Vergleich der Sondernutzungsgebühren, den Ablauf findest du unter Container mieten.
Häufige Fragen
Wie viel darf ich kostenfrei bringen?
Haushaltsübliche Mengen bis drei Kubikmeter.
Warum gibt es diese Grenze?
Weil die Fläche für Sammelcontainer begrenzt ist und möglichst viele Kunden abgeben können sollen.
Nimmt dieser Hof Schadstoffe?
Nein, er verfügt über keine Schadstoffsammelstelle.
Wann ist es besonders voll?
Mittags, samstags und nach Feiertagen.
Wann ist abends geöffnet?
Donnerstags bis 19:30 Uhr.
Quellen
- BSR Berliner Stadtreinigungsbetriebe — abgerufen am 31.08.2026