Recyclinghof Borsigstraße: Eternit-Blumenkästen nur hier
Recyclinghof Borsigstraße, Borsigstraße 8: Einer von zwölf Recyclinghöfen der Stadtreinigung Hamburg. Metalle, Kunststoffe, Holz, Papier, Grünabfälle, Glas, Sperrmüll und Elektroschrott sind größtenteils kostenfrei — Gartenabfälle ab einem Kubikmeter, Altöl, Pkw-Reifen und Bauschutt kosten.
- Netz
- zwölf Recyclinghöfe der Stadtreinigung Hamburg
- Kostenfrei
- Metalle, Kunststoffe, Holz, Papier, Grünabfälle, Glas, Sperrmüll und Elektroschrott größtenteils
- Gebührenpflichtig
- Gartenabfälle ab einem Kubikmeter, Altöl, Pkw-Reifen, Bauschutt und Sperrmüll
- Nur am Hof
- Kfz-Batterien, Blumenkästen aus Eternit und Feuerlöscher werden nicht vom Problemstoffmobil angenommen
- Gewerbe
- elf von zwölf Höfen, ausgenommen Steilshoop, Kundenkarte zur bargeldlosen Bezahlung, Sonderabfälle bis 2.000 kg Jahresaufkommen mit Bescheinigung
- Nachweis
- gesetzliche Änderung, HH-Kennzeichen reicht nicht mehr, Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung, im Zweifel Abgabenerklärung
- Schließtage
- Feiertage, Sonnabend nach Karfreitag, Heiligabend und Silvester
- Wiederverwendung
- brauchbare Möbel und Elektrogeräte werden aufbereitet und den Gebrauchtwarenkaufhäusern angeboten
Manche Problemstoffe nimmt nur der Hof, nicht das Mobil.
Das Wichtigste in Kürze
- Borsigstraße 8, Hamburg.
- Mo bis Fr 8 bis 19 Uhr, Sa bis 17 Uhr.
- Nachweis über Hamburger Wohnsitz nötig.
- Kfz-Batterien, Eternit-Blumenkästen und Feuerlöscher nur am Hof.
- Sonnabend nach Karfreitag geschlossen.
Recyclinghof Borsigstraße: Öffnungszeiten
| Tag | Borsigstraße 8 |
|---|---|
| Montag bis Freitag | 8:00 – 19:00 Uhr |
| Samstag | 8:00 – 17:00 Uhr |
| Sonnabend nach Karfreitag | geschlossen |
| Feiertage, Heiligabend, Silvester | geschlossen |
Elf Stunden werktags sind Spitzenwert — nur Bochum und Köln schließen später. Warum wir Angaben nur aus der Betreiberquelle nehmen, steht in der Methodik.
Drei Dinge nur am Hof
Die SRH nennt drei Positionen, die das mobile Problemstoffmobil ausdrücklich nicht nimmt — eine davon ist ungewöhnlich konkret.
| Nur auf den Recyclinghöfen |
|---|
| Kfz-Batterien |
| Blumenkästen aus Eternit |
| Feuerlöscher |
Der Eternit-Blumenkasten ist die spezifischste Position unserer gesamten Erhebung. Dahinter steht ein Alltagsproblem: Bis in die 1990er wurden Pflanzkästen aus Faserzement hergestellt — also asbesthaltig. Sie stehen bis heute auf Balkonen und Terrassen, und kaum jemand weiß, dass sie Sondermüll sind.
Dass die SRH sie eigens erwähnt, zeigt, wie oft der Fall vorkommt. Auch Trier und die AWSH gehen bei Asbest sehr ins Detail — aber nur Hamburg nennt den Blumenkasten. Mehr unter Asbest entsorgen.

Feuerlöscher sind ein Sonderfall
Feuerlöscher tauchen im Projekt immer wieder auf — mit sehr unterschiedlicher Kostenlage.
| Stadt | Regelung |
|---|---|
| Hamburg | nur am Recyclinghof, nicht mobil |
| Köln | kostenlos |
| Jena | gebührenpflichtig |
| Aachen | auf der Schadstoffliste |
Der Grund für die Sonderbehandlung ist der Druckbehälter: Ein Löscher steht unter Druck und darf nicht einfach zerdrückt werden. Dieselbe Logik gilt für Spraydosen und PU-Schaumdosen, die Trier und Neubrandenburg gesondert führen.
Das Kennzeichen reicht nicht mehr
Die SRH erklärt eine Umstellung, die viele Hamburger überrascht hat:
Wegen einer gesetzlichen Änderung kann die Herkunft des Abfalls nicht mehr automatisch am HH-Kennzeichen festgemacht werden. Verlangt wird deshalb grundsätzlich ein Nachweis — Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung.
| Regelfall | Ausweis oder Pass mit Meldebestätigung |
| Im Zweifelsfall | Unterschrift unter die „Abgabenerklärung“ |
| Inhalt | Versicherung, dass der Abfall aus einem Hamburger Privathaushalt stammt |
Die Abgabenerklärung ist im Projekt einmalig. Andere Städte prüfen den Ausweis, Ulm scannt einen Code — aber nur Hamburg lässt unterschreiben. Mehr unter Abgabenerklärung Hamburg und Wertstoffhof Ausweis.
Was hier wiederverwendet wird
Die SRH nimmt auch wiederverwendbare Gegenstände an — Möbel und Elektrogeräte werden aufbereitet und den Gebrauchtwarenkaufhäusern angeboten.
In Hamburg heißen sie Stilbruch, mit Standorten in Altona und Wandsbek. Damit gehört die Stadt zu den Kommunen mit ausgebautem Wiederverwendungssystem — vergleichbar sind Freiburgs Warenbörse und Heidelbergs Möbelhalle.
Vierzehn solcher Modelle haben wir gesammelt — nachzulesen unter Verschenken statt entsorgen. Zum Vergleich: Recyclinghof Tonndorf und Bützowstraße.
Container statt Recyclinghof
Bei Renovierungen und Räumungen. Bauschutt, Restmüll und behandeltes Außenholz kosten Gebühr, und die Höfe sind auf Einzelanlieferungen ausgelegt.
Steht ein Container auf öffentlichem Grund, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis. Einen Gebührensatz für Hamburg konnten wir nicht aus einer amtlichen Quelle belegen. Die Bandbreite zeigt der Vergleich der Sondernutzungsgebühren, den Ablauf findest du unter Container mieten.
Häufige Fragen
Welchen Nachweis brauche ich?
Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung, im Zweifel eine unterschriebene Abgabenerklärung.
Wohin mit Eternit-Blumenkästen?
Auf einen Recyclinghof, das Problemstoffmobil nimmt sie nicht.
Dürfen Betriebe anliefern?
Ja, an elf der zwölf Höfe — ausgenommen ist Steilshoop.
Was kostet Gartenabfall?
Ab einem Kubikmeter fallen Gebühren an.
Ist am Karsamstag geöffnet?
Nein, der Sonnabend nach Karfreitag ist geschlossen.
Quellen
- Stadtreinigung Hamburg (SRH) — abgerufen am 31.08.2026