Heizkörper entsorgen: Metall ja, aber erst leer
Heizkörper entsorgen ist meist kostenfrei — sie zählen als Metallschrott, und der hat einen Marktwert. Voraussetzung: Der Heizkörper ist vollständig entleert. Restwasser und Frostschutzmittel machen daraus einen Problemfall.
Ein Gussheizkörper wiegt mehr, als er aussieht. Das ist die eigentliche Hürde.
Das Wichtigste in Kürze
- Heizkörper sind Metallschrott, meist kostenfrei.
- Vorher vollständig entleeren.
- Gussmodelle wiegen leicht über 50 Kilogramm.
- Gewichtsgrenzen bei der Abholung beachten.
- Nachtspeicheröfen sind ein anderer Fall.
Heizkörper entsorgen: als Schrott meist gratis
Metallschrott steht an praktisch jedem Wertstoffhof unter den kostenfreien Fraktionen — Heizkörper eingeschlossen. Mehr dazu unter Schrott entsorgen.
Das Gewicht ist die Hürde
Ein gusseiserner Gliederheizkörper wiegt schnell 60 bis 100 Kilogramm. Damit reißt er die Gewichtsgrenzen, die viele Kommunen für Einzelstücke setzen.
| Mainz-Bingen, Abholung | max. 70 kg je Einzelstück |
| Göppingen, Abholung | max. 50 kg je Einzelstück |
| Bringsystem">Selbstanlieferung">Selbstanlieferung | meist ohne Gewichtsgrenze |
| Richtig | zerlegen oder selbst fahren |
Gliederheizkörper lassen sich zerlegen — dann passen die Einzelteile auch in Abholgrenzen. Das Personal hilft beim Ausladen vielerorts nicht, im Saarland etwa gar nicht. Eine zweite Person mitzubringen ist bei diesem Gewicht keine Höflichkeit, sondern nötig.

Vorher entleeren
Heizungswasser enthält Korrosionsschutz und teils Frostschutzmittel. Es gehört nicht in den Ausguss und schon gar nicht auf den Hof. Wer den Heizkörper demontiert, sollte ihn über die Entleerungsschraube vollständig leeren und die Flüssigkeit auffangen.
Kleine Mengen nimmt die Schadstoffannahme. Wie streng die Kontingente sein können, zeigt Dresden mit 25 Litern je Haushalt und Halbjahr.
Nachtspeicheröfen sind etwas anderes
Nachtspeichergeräte können Asbest enthalten und werden deshalb gesondert behandelt. In Konstanz-Dorfweiher etwa nur nach telefonischer Anmeldung und mit Erzeugererklärung des Landratsamts.
Was beim Ausbau zu beachten ist
Der Heizkörper selbst ist unproblematisch, das Drumherum nicht. Drei Punkte tauchen in den Satzungen immer wieder auf.
| Punkt | Warum |
|---|---|
| Vollständig entleeren | Heizungswasser enthält Korrosionsschutzmittel und darf nicht auslaufen |
| Thermostatköpfe abschrauben | Kunststoff stört die Metallverwertung |
| Nicht zerlegen | Chemnitz berechnet für demontierte Geräte Gebühr |
Ältere Gussheizkörper sind schwer: Ein einzelnes Glied bringt mehrere Kilogramm, ein kompletter Radiator schnell 50 bis 80. Wer mehrere ausbaut, sollte an die Ausladehilfe denken — Würzburg bittet ausdrücklich darum, eine mitzubringen, Neumünster fasst mit an.
Häufige Fragen zum Heizkörper entsorgen
Kostet die Abgabe etwas?
In der Regel nicht — Heizkörper sind Metallschrott.
Muss ich ihn entleeren?
Ja, vollständig. Heizungswasser gehört zu den Problemstoffen.
Was ist mit dem Gewicht?
Bei Abholungen gelten oft 50 bis 70 Kilogramm je Einzelstück.
Quellen und Abrufdatum
Die genannten Regelungen stammen von den jeweiligen Betreibern, abgerufen am 31.08.2026.
| Kommune | Regelung | Quelle |
|---|---|---|
| Chemnitz | demontierte Geräte gegen Gebühr | ASR Chemnitz |
| Würzburg | Ausladehilfe mitbringen | Stadt Würzburg |
| Neumünster | Personal hilft beim Ausladen | Stadt Neumünster |
Angaben ändern sich. Vor der Fahrt lohnt der Blick auf die Betreiberseite — wie wir arbeiten, steht in der Methodik.
Quellen
- ASR Chemnitz — abgerufen am 31.08.2026
- Stadt Würzburg — abgerufen am 31.08.2026
- Stadt Neumünster — abgerufen am 31.08.2026