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Entrümpeln: was es kostet und was extra berechnet wird

5 Min. Lesezeit
Leergeräumter Raum nach einer Entrümpelung

Symbolbild, KI-generiert

Entrümpeln wird nach Wohnfläche oder Kubikmetern abgerechnet. Nicht enthalten sind meist vier Posten: Entsorgungsgebühren nach Gewicht, Zuschlag für Etagen ohne Aufzug, Halteverbotszone und Sondermüll. Ein Festpreis ohne Besichtigung ist deshalb keine Kalkulation, sondern eine Schätzung mit eingebautem Nachschlag.

Entrümpeln lassen kostet nach Wohnfläche oder Kubikmeter. Der genannte Preis deckt Arbeitszeit und Abtransport — nicht die Entsorgungsgebühren nach Gewicht, nicht Zuschläge für Etagen ohne Aufzug und nicht Sondermüll. Deshalb liegt die Schlussrechnung regelmäßig über dem Angebot.

Das Wichtigste in Kürze

  • Abgerechnet wird nach Quadratmetern Wohnfläche oder nach Kubikmetern Volumen — die Ortsbesichtigung ist verbindlicher als jede Telefonauskunft.
  • Vier Posten kommen regelmäßig dazu: Entsorgungsgebühren nach Gewicht, Etagenzuschlag, Halteverbotszone und Sondermüll.
  • Verwertbare Gegenstände können gegengerechnet werden. Das senkt den Preis, ist aber selten so viel wert wie erhofft.
  • Ein Festpreis ohne Besichtigung ist ein Warnsignal, kein Vorteil.
  • Bei entspanntem Zeitplan ist die Kombination aus Sperrmülltermin und Container fast immer günstiger.

Entrümpeln lassen: wie wird abgerechnet?

Wer entrümpeln lassen will, bekommt Angebote nach zwei Modellen, und sie führen zu unterschiedlichen Angeboten für dieselbe Wohnung.

Nach Wohnfläche ist die schnelle Variante: ein Preis je Quadratmeter, hochgerechnet auf die Gesamtfläche. Das funktioniert bei normal möblierten Wohnungen und geht schief, wenn ungewöhnlich viel oder ungewöhnlich wenig drin ist.

Nach Volumen ist die genauere Variante: geschätzte Kubikmeter Räumgut, multipliziert mit einem Kubikmeterpreis. Sie setzt eine Besichtigung voraus, weil niemand am Telefon einschätzen kann, wie voll ein Keller wirklich ist.

Beide Angebote enthalten in der Regel Arbeitszeit, Fahrzeug und Abtransport. Was sie oft nicht enthalten, steht im nächsten Abschnitt.

Die vier Posten, die dazukommen

Posten Wann er anfällt Warum er im Angebot fehlt
Entsorgungsgebühren fast immer Sie richten sich nach Gewicht und Abfallart, nicht nach Volumen
Etagenzuschlag ab dem zweiten Obergeschoss ohne Aufzug Wird erst bei der Besichtigung sichtbar
Halteverbotszone wenn vor dem Haus nicht geparkt werden kann Ist eine behördliche Gebühr, keine Leistung der Firma
Sondermüll Farben, Lacke, Altöl, Leuchtstoffröhren, Asbest Getrennte Entsorgung mit eigenem Nachweis

Der unterschätzte Posten sind die Entsorgungsgebühren. Sie hängen am Gewicht, nicht am Platz. Eine Wohnung voller Bücher und Akten kostet mehr als dieselbe Kubikmeterzahl Polstermöbel — Papier ist schwer.

Kostenfalle

Der Festpreis ohne Besichtigung. Ein Angebot am Telefon, ohne dass jemand die Wohnung gesehen hat, ist keine Kalkulation, sondern eine Schätzung mit eingebautem Nachschlag. Vor Ort stellt sich dann heraus, dass der Keller mitgehört, der Dachboden voll ist oder Sondermüll dabei war.

Telefonisch genannt Pauschale für die Wohnfläche
Vor Ort dazu Keller und Dachboden
Vor Ort dazu Etagenzuschlag, kein Aufzug
Bei der Abrechnung Entsorgungsgebühren nach Gewicht
Ergebnis die Schlussrechnung hat mit dem Anruf wenig zu tun

Was hilft: ein schriftliches Angebot nach Besichtigung, das ausdrücklich benennt, welche Räume enthalten sind und ob Entsorgungsgebühren inklusive sind. Diese eine Frage — „ist die Entsorgung im Preis?“ — trennt vergleichbare Angebote von unvergleichbaren.

Was Wertanrechnung wirklich bringt

Viele Anbieter werben damit, verwertbare Gegenstände gegenzurechnen. Das ist seriös und senkt den Preis — nur selten so stark wie erhofft. Gebrauchte Möbel haben kaum Marktwert, Elektrogeräte fast keinen. Nennenswert wird es bei Antiquitäten, Musikinstrumenten, Werkzeugmaschinen und Sammlungen.

Wenn du vermutest, dass Wertvolles dabei ist, lohnt eine getrennte Bewertung vor der Entrümpelung. Danach ist es weg, und die Beweislage ist schlecht.

Selbst entrümpeln oder entrümpeln lassen?

Die ehrliche Antwort: seltener als gedacht, aber nicht nie. Entscheidend sind drei Fragen — hast du Zeit, hast du ein Fahrzeug, und steht ein Übergabetermin im Weg?

Situation Eher selbst Eher Firma
Keller oder einzelner Raum ja nein
Komplette Wohnung, viel Zeit möglich bequemer
Fester Übergabetermin riskant ja
Ohne Aufzug, obere Etage nein ja
Sondermüll dabei nur mit Sachkenntnis ja

Der Mittelweg ist oft der beste: Möbel und Hausrat über die kommunale Sperrmüllabholung, den Rest in einen Container, Sondermüll separat zum Wertstoffhof. Was sich wann rechnet, steht im Vergleich Wertstoffhof oder Container.

Steht der Container auf der Straße, kommt eine Genehmigung dazu — die Regeln stehen unter Sondernutzungserlaubnis Container. Wie wir Preisangaben erheben, in der Methodik.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Wohnung entrümpeln zu lassen?

Abgerechnet wird nach Wohnfläche oder Kubikmetern. Der Preis hängt stark von Zugang, Menge und Materialmix ab; die Entsorgungsgebühren nach Gewicht sind oft nicht enthalten. Ein belastbarer Preis entsteht erst nach Besichtigung.

Ist die Entsorgung im Preis enthalten?

Das musst du ausdrücklich fragen. Manche Anbieter kalkulieren sie ein, andere weisen sie getrennt aus. Diese eine Frage entscheidet darüber, ob zwei Angebote überhaupt vergleichbar sind.

Was ist besenrein?

Grob gereinigt, ohne Grobschmutz, aber ohne Feinreinigung. Der Begriff ist nicht scharf definiert und deshalb regelmäßig Streitpunkt bei Wohnungsübergaben. Wer ihn im Vertrag hat, sollte klären, was konkret gemeint ist.

Kann ich Sondermüll mitgeben?

Nur nach Absprache. Farben, Lacke, Altöl, Leuchtstoffröhren und asbesthaltige Materialien müssen getrennt entsorgt werden und kosten extra. Wer sie kommentarlos in den Haufen legt, riskiert eine Nachberechnung.

Wie lange dauert eine Entrümpelung?

Eine durchschnittliche Wohnung schafft ein eingespieltes Team meist an einem Tag. Länger wird es bei schwierigem Zugang, großen Mengen oder wenn sortiert statt geräumt werden soll.